Ich wollte noch eine Sache sagen. Wir waren damals nach Deutschland gekommen. So, wir haben Urlaub gehabt und dann am Anfang sind wir immer nach Korea in Urlaub geflogen. Hier konnte man alles kaufen. Wir haben etwas nach Korea mitgenommen, um da in Korea Armen zu Hause Geschenke zu machen. Wir haben so etwas mitgenommen. Aber, ahhhh, sie haben am Flughafen alles geprüft und gebuddelt. Man dürfe nicht das und das mitnehmen, ja. Und dann ja, jedes Mal, wenn man nach Korea ging, wurde alles peinlich durchgesucht und bei allem wurde gesagt: „Das darf man nicht!“. Man musste Ruhe bewahren. Irgendwann ist der Bruder einer Koreanerin nach Deutschland gekommen und dann hat er erlebt, wie die Schwester so sparsam war und alles nach Korea schickte. Dann ist er wieder zurückgegangen und hat im Fernsehen in Korea erzählt, dass die Leute in Deutschland so sparsam sind und alles nach Korea schicken, dass man dankbar sein muss. Warum machen dann die Zöllner in Korea immer so viele Schwierigkeiten? Seitdem haben die Zöllner so etwas überhaupt nie angeguckt und man konnte gleich nach Europa gehen, ohne Formalitäten. Ja, so war das!
Aus der kollektiven Erzählung der koreanischen Krankenschwestern: siehe https://migrationsgeschichten-die-verbinden.de/das-projekt-die-weisse-engel-aus-korea/