Am 11. Oktober 2025 hat das erste Musikfest „Gazino und Türkischer Bazar“ stattgefunden.
Vor allem bei der Fest haben wir die Stimmen von schätzungsweise 40/50 Menschen gehört und teilweise aufgenommen. Sie haben mit uns im Erzählzelt über Vergangenes und Zukünftiges gesprochen.
Hier ist ein subjektiver Zwischenstand von dem, was die Menschen gesagt und wir verstanden haben.
Gazino/der türkische Basar ist
aus der Sicht der Migranten
ein Ort,
– wo die Jüngeren an die Erfahrungen ihrer Eltern und Großeltern
erinnert werden können
– wo die Lebensleistung der Großeltern honoriert werden kann
– wo das Trauma (und das Leiden) verarbeitet werden kann, das viele erlebt haben
aus der Sicht der Nicht-Migranten
ein Ort,
– wo an die Geschichte (auch das Leben vor der Mauer) in Schöneberg und in Westberlin erinnert werden kann, die heute verschwunden ist,
– der damals von vielen Deutschen wenig wahrgenommen wurde
– wo es auch eine andere Zwischennutzung gab, Utropia
aus der Sicht von allen Gazino/der türkische Basar kann zu einem Ort werden
wo das migrantische Leben heute sichtbarer werden kann
wo diskutiert werden kann
– über das Gefühl von Heimat und die Sehnsucht danach
– über (noch nicht ausreichende?) Kommunikation
– über die Frauenperspektive
– über einen Zug noch in Bewegung, die mehr Verbindung
zwischen Deutschland und den Türken schafft
Gazino/der türkische Basar kann eine mögliche touristische Sehenswürdigkeit,
die ähnlich wie Dong Xuan Center
Touristen nach Berlin bringt?
Bei dem Musikfest am 4. Juli 2026 werden Erinnerungen an die Vergangenheit und Ideen für die Zukunft weiter gesammelt.
Claudio Cassetti (und unser Team)
Bei Interesse (auch außerhalb des Festes) Erinnerungen und Ideen zu bringen,
bitte Email an infosoziallabelberlin@gmai.com
Danke an Sebastian Besau für die Formulierung der Frage